Jahresempfang „Dialog für Eving“ der SPD Eving

Unter dem Motto „Dialog für Eving- gemeinsam für unseren Stadtbezirk weiterentwickeln“ fand am Sonntag, den 1. März 2020 der diesjährige Jahresempfang der SPD Eving statt.

Zum Jahresempfang erschienen fast 100 Evinger Akteur*innen aus Vereinen, Gewerbe,  Sozialverbänden, Gewerkschaften, Kirchen und den Evinger Ortsvereinen. Das Kennenlernen und der zwanglose Austausch der verschiedenen Evinger Akteur*innen stand auch in diesem Jahr  wieder im Mittelpunkt  der gelungenen Veranstaltung.

Zu Beginn begrüßte der Stadtbezirksvorsitzende Uli Dettmann die Gäste.
Er formulierte in seinem Eingangsstatement die Hoffnung, dass mit dieser Form der Veranstaltung Brücken zwischen den verschiedenen Akteur*innen im Interesse des Stadtbezirks gebaut werden.

Thomas Westphal, OB Kandidat der SPD gab den Anwesenden dann einen Ausblick auf das politische Jahr 2020. Er verwies auf die bisherigen Erfolge bei der Bewältigung des Strukturwandels. Dies gilt es nicht nur zu bewahren, sondern die zukünftigen Herausforderungen engagiert anzugehen. Dabei ist neben der Schaffung weiterer Arbeitsplätze, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine Kernaufgabe. Angesichts der Ereignisse in Thüringen und der schrecklichen Morde von Hanau rief er dazu auf, sich allen nationalistischen Tendenzen entgegenzustellen.

Kranzniederlegung am „Friedrich Ebert Denkmal“

Anlässlich des 95. Todestages von Friedrich Ebert, legten der SPD-Stadtbezirksvorsitzende
Uli Dettmann und der OB Kandidat der SPD Thomas Westphal, im Beisein vieler Bürger*innen, am Denkmal im Süggelweg einen Kranz nieder.

Am  28.02.1925 verstarb der Sozialdemokrat Ebert, der erste demokratisch gewählte Präsident Deutschlands, im Alter von nur 54 Jahren. Das Denkmal ist aber nicht nur der Erinnerung Eberts gewidmet, sondern auch dem Zentrumspolitiker Matthias Erzberger und dem Liberalen Walter Rathenau. Beide wurden 1921 bzw. 1922 von rechtsterroristischen Attentätern der Organisation Consul ermordet.

Das Denkmal hat eine bewegte Geschichte. Es wurde 1926 errichtet durch Evinger Sozialdemokraten und den Reichsturnerbund, sein ursprünglicher Standort war im Grävingholz. Um der Zerstörung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, wurde es zwischen 1936 und 1938 gesichert und im Süggelwald vergraben.

In seiner eindrucksvollen Gedenkrede würdigte Thomas Westphal nicht nur das Wirken Eberts, sondern auch die Ereignisse in der noch jungen Weimarer Republik.

Ebert, Erzberger und Rathenau waren mittelbar bzw. unmittelbar Opfer rechtsnationaler Gewalt. Ihr Wirken in der noch jungen Republik war Ziel von Verleumdungen, Hass und Gewalt.
Westphal erinnerte an die gemeinsame Verpflichtung, unsere Demokratie als höchstes Gut vor allen Angriffen zu verteidigen. Weiter würdigte  die mutigen Evinger Männer und Frauen die dieses 1926 erstmals errichtete Denkmal in der Zeit des Nationalsozialismus geschützt, und uns somit als Ort der Mahnung und Erinnerung erhalten haben.