Neue Ampelanlagen in Eving

Gehwegabsenkungen und neue Ampelanlagen wurden für verschiedene Stellen im Stadtbezirk Eving beschlossen. „Zwei sind schon fertig“, freut sich Evings Bezirksbürgermeister Oliver Stens (r.) – eine davon an der Kreuzung Bayrische Straße/Osterfeldstraße/Lüdinghauser Straße. „Weitere werden abgearbeitet“, erklärt er. Die neue Ampelanlage hat keine Sichtblenden über den Lichtern. „Sie sind auch so hell genug“, erklärt Stens. Zusätzlich gibt es Warnhinweise auf Fußgänger für die Autofahrer. „Vor einem Jahr gab es hier einen tödlichen Unfall“, erinnert Peter Wieseler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Eving (l.). FOTO Schaper

208 Schüler pendeln zur Huckarder Gesamtschule

Eving. Weil es in Eving keine Gesamtschule gibt, pendeln seit Jahren immer mehr Schüler zur Gustav-Heinemann-Gesamtschule. In Deusen schafft das Probleme.

Von Peter Wulle:
Fehlt in Eving eine Gesamtschule? In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung staunten die Lokalpolitiker nicht schlecht, dass ziemlich viele Schüler jeden Morgen mit dem Bus von Eving quer durch den Dortmunder Nordwesten nach Huckarde fahren. Dort besuchen sie die Gustav-Heinemann-Gesamtschule an der Parsevalstraße 170.

„Auf der Strecke ist die Schülernachfrage deutlich gestiegen“, stellte Lars Hirschfeld, Verkehrsplaner von DSW 21, in seinem Bericht zur Situation des Nahverkehrs im Stadtbezirk Eving (wir berichteten) fest. Man habe in den vergangenen Monaten viele Deusener gehört, die sich darüber beschweren, dass morgens die Busse nach Huckarde immer schon rappelvoll sind, wenn sie in Deusen ankommen.

„Zuerst kamen Schüler von der Graf-Konrad-Grundschule. Seit drei bis vier Jahren kommen auch Schüler von anderen Evinger Schulen und jetzt auch aus Brechten“, sagt Irene Münzner, Abteilungsleiterin an der Heinemann-Gesamtschule. Die günstige Busverbindung sei für diese Entwicklung sicher ein Grund.

Konkret sind es 208 Schüler aus Eving, die nach Auskunft von Martina Raddatz-Nowak, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule angemeldet sind. Dort verteilen sie sich auf die neun Jahrgänge von der 5. bis zur 13. Klasse. Pro Schuljahr sind also 20 bis 25 Schüler aus Eving in den Klassen an der Huckarder Schule.

Recht auf freie Schulwahl „Die Gründe dafür, dass Schüler aus Eving nach Huckarde fahren, sind sicherlich ganz unterschiedlich. In Eving gibt es ein breites Angebot an Schulen, aber keine Gesamtschule. Die Eltern haben das freie Schulwahlrecht und die Gesamtschule in Huckarde ist gut angebunden“, sagt Martina Raddatz-Nowak.

Insgesamt gibt es neun Gesamtschulen in Dortmund. Auch für die Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt gehört Eving zum Einzugsgebiet.

Warum ihre Schule so viele Schüler aus Eving anzieht, kann die stellvertretende Schulleiterin an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Ilka Wandelt, nur vermuten. „Wir haben Sport- und Musikklassen, ein gutes Erziehungskonzept und eine relativ große Oberstufe“, sagte sie auf Anfrage dieser Zeitung.

Dass es in Zukunft eine Gesamtschule in Eving geben wird, ist nicht ausgeschlossen, zurzeit allerdings kein Thema. „Für die Genehmigung einer Gesamtschule braucht es zu Beginn 100 Kinder für diese Schulform“, so Martina Raddatz-Nowak. Sie beobachtet ständig die Entwicklung der Schülerzahlen und sagt: „Wir sind gerade in der Schulentwicklungsplanung und schauen, wie sich die Gesamtlage entwickelt. Mitte 2019 können wir etwas dazu sagen, wann wo eine neue Schule eingerichtet werden könnte.“

Rund 80.000 Schüler gibt es in Dortmund – und 159 Schulen.

In Dortmund gibt es insgesamt neun Gesamtschulen.

Aus dem Kreditprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW hat die Stadt Dortmund bisher 3,9 Millionen Euro Fördermittel investiert. In diesem Jahr sollen nun noch rund 22,5 Millionen Euro zusätzlich abgerufen werden.

80.000 Schüler und 159 Schulen

Rede zum Volkstrauertag 2017

Rede von Nadja Lüders, Generalsekretärin der NRW SPD in Brechten anlässlich des Volkstrauertages.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Jedes Jahr ruft uns der Volkstrauertag zu den Kriegsgräbern und Gedenkstätten. Auch wir haben uns heute wieder versammelt, hier am Ehrenmal Brechten – Widumer Platz.

Zunächst möchte ich Dank sagen allen, die unser Gedenken mitgestalten, insbesondere den Brechtener und Holthauser Vereinen und Organisationen.

Wir denken heute in besonderer Weise an die Toten der Kriege, der Gewalt, des Terrors, der Vertreibungen.

Wir halten die Erinnerung wach an die bittersten Kapitel unserer Geschichte.

Und das bedeutet uns weitaus mehr als eine Tradition.

Wir sehen im Gedenken eine menschliche Verpflichtung.

Freilich, viele in unserem Land bezweifeln heute den Sinn des Volkstrauertags. Manche lehnen ihn sogar ab. Andere meinen, er sei nur ein Ritual oder eine Alibiveranstaltung.

Diese Gefahr besteht sicher. Denn der Volkstrauertag ist ein schwieriger „Feiertag“; ihn zu begehen fällt uns nicht leicht. Der Volkstrauertag legt einen Finger in alte Wunden; er erinnert an Schrecken und Fehler der Vergangenheit, die lange zurückliegen.

Diese Erinnerungen drohen – sieben Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg – immer mehr zu verblassen.

„Weil die Toten schweigen, beginnt alles immer wieder von vorn“, schrieb der französische Philosoph Gabriel Marcel, der beide Weltkriege erlebt hatte und ein Vergessen befürchtete.

Damit die Toten nicht schweigen, damit wir ihre Stimmen hören und ihre Mahnungen beherzigen, haben wir in Deutschland den Volkstrauertag geschaffen und halten an ihm fest.

Die Begründer des Volkstrauertags dachten allerdings zunächst nur an die toten Soldaten und sprachen sogar vom Heldentod. Die Nationalsozialisten griffen das auf und pervertierten den Tag zum Heldengedenktag. Und auch heute meinen die neuen Nazis diesen Tag für sich zu okkupieren zu können.

Dass wir hier heute in Dortmund Brechten zusammen den Volkstrauertag begehen, ist mehr als ein Zeichen gegen Geschichtsvergessenheit, sondern auch ein Bekenntnis für Frieden, Demokratie und gegen Rechtsextremismus.

Denn wer Augenzeugenberichte der Kriegsereignisse liest oder Briefe, die Soldaten von der Front an ihre Angehörigen schrieben, erfährt kaum etwas von Heldentum, aber viel von unvorstellbarem Grauen und Angst, von Verzweiflung und Traurigkeit.

Ebenso gehört es zum Volkstrauertag, daran zu erinnern, dass mitten unter uns immer noch viele Opfer von Krieg und Gewalt leben. Dass viele Menschen noch heute still leiden, weil sie die Schrecken erlebt haben, weil sie misshandelt oder vertrieben wurden oder weil sie Angehörige verloren haben.

Meine Damen und Herren, unter Krieg und Gewalt hatten damals und haben heute in erster Linie die Unschuldigen zu leiden, Frauen und Kinder, Alte und Schwache.

Bis heute toben um uns herum viele furchtbare Kriege. Mord und Folter, Grausamkeit, Hass und Terror verdunkeln auch unsere Zeit. Viele Terrorgruppen glauben in einer grenzenlosen Anmaßung, über Leben und Tod entscheiden zu können.

Für Millionen von Menschen gehören Hass und Gewalt, Terror und Krieg zum Alltag: im Nahen Osten, in Afrika, in vielen anderen Regionen der Erde, die – oft seit Jahrzehnten – wenig anderes kennen als Krieg und Gewalt. Die Zahl der Opfer ist kaum noch bezifferbar. Und noch weniger das Ausmaß an Leid und Elend, das sich hinter diesen Zahlen verbirgt.

Jedes einzelne Opfer hatte eine Familie, hatte Angehörige und Freunde, die mitbetroffen sind – und denen es nicht anders ergeht als den Hinterbliebenen und den aus der Heimat Vertriebenen bei uns nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am Volkstrauertag erinnern wir auch an die Opfer von heute, wir blicken damit auch auf unsere Zeit. Lange waren die Kriege in anderen Erdteilen weit weg von uns; die Berichterstattungen in den Medien, insbesondere die Bilder aus dem Nahen Osten und Afrika wiederholten sich und führten zu einer gewissen Gewöhnung und Gleichgültigkeit – eben weil es weit weg war.

Spätestens aber seitdem Menschen vor Krieg, Hunger, Folter und Verfolgung auch nach Deutschland flüchteten und sich noch immer eine erhebliche Anzahl an Menschen auf der Flucht befindet, ist das heutige Gedenken gegenwärtig.

Und deshalb ist es wichtig, dass der Volkstrauertag auch heute, viele Jahrzehnte nach den Weltkriegen und der NS-Gewaltherrschaft auf europäischen Boden, die Menschen erreicht.

Deshalb müssen wir uns fragen, wie wir das Gedenken an die nachwachsenden Generationen weitergeben können.

Denn viele junge Leute, die – zum Glück – nie Krieg im eigenen Land erlebten, meinen heute: Volkstrauertag, das ist etwas für die Alten. Mich geht das nichts an. Ich habe doch den Krieg und die Gräuel weder miterlebt noch mitverschuldet.

Das ist richtig. Aber auch die Jüngeren geht unsere Geschichte etwas an.

So wie es der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1985 in seiner Rede zum 8. Mai formulierte: „Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.“

Deshalb kann es gar keine Frage sein, ob wir den Volkstrauertag noch brauchen. Denn er erinnert nicht nur an die Opfer der Vergangenheit. Er erinnert ebenso an unseren Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft.

Er mahnt, nicht zu vergessen, sondern zu hören, was die Toten zu sagen haben. Er bleibt ein Stachel im Fleisch unserer Dickfelligkeit und Vergesslichkeit.

Der Volkstrauertag ist nicht nur ein Tag der trauernden Erinnerung, sondern auch ein Tag, der zum Nachdenken und Handeln aufruft. Er fordert dazu auf, sich damit auseinanderzusetzen, was während der beiden Weltkriege und der NS-Herrschaft an Gewalt und Unmenschlichkeit geschehen ist und was heute Entsetzliches geschieht. Der Volkstrauertag ist gerade heute hochaktuell.

Ja, wir müssen uns erinnern und immer wieder fragen: Wie war es möglich und wie ist es möglich, dass in unserer vermeintlich so fortschrittlichen Zivilisation so viel Unmenschliches geschehen konnte und weiterhin geschieht? Gedenktage wie der Volkstrauertag erinnern uns immer wieder daran, das Andenken der Opfer in Ehren zu halten und auf ihr Vermächtnis zu hören.

Und das Vermächtnis der Opfer lautet: Wir müssen aus dem Geschehenen die notwendigen Konsequenzen ziehen. Wir müssen alles uns Mögliche tun, damit wir und unsere Kinder eine friedliche Zukunft haben. Der Volkstrauertag fordert uns immer von Neuem auf, mit Entschlossenheit und persönlichem Engagement den Frieden und die Freiheit zu bewahren und zu sichern, in uns selber, in unserem Land, in Europa, in der Welt.

Unsere geschichtliche Erfahrung ist, dass Krieg und Gewalt schnell ausbrechen können, dass sich aber die Freiheit und die Sehnsucht nach Frieden auf Dauer nicht unterdrücken lassen. Darum gehört zum heutigen Tag auch die Hoffnung, dass Frieden und Freiheit in allen Teilen der Welt Wirklichkeit werden.

Der Blick in die Geschichte, zu dem uns der Volkstrauertag aufruft, macht aber auch klar: Freiheit und Frieden sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen stetig neu errungen werden.

Tatsächlich schlummern Gefährdungen des Friedens oft schon in vielen alltäglichen Gewohnheiten, in vielem, dem wir nicht mehr die gebührende Aufmerksamkeit schenken. Denken wir an die Gewalt gegen Natur und Kreatur; an die Rücksichtslosigkeiten im Straßenverkehr; an die Gewalt in den Familien, gegen Frauen und Kinder; an die Gewalt im Umgang mit alten Menschen, an die Gewaltsamkeiten in unseren politischen Auseinandersetzungen.

Aber es geht nicht nur um direkte Gewalt. Unfriede bahnt sich bereits im alltäglichen Sprachgebrauch an, der andere herabsetzt; Unfriede bahnt sich an, wenn wir die Freiheit oder Gesundheit des anderen nicht mehr achten, wenn wir anders Denkende ablehnen oder Fremden feindselig begegnen. Und auch diejenigen, die ihre eigenen Lebenschancen nicht teilen wollen mit anderen, die in ihrer Not zu uns gekommen sind, setzen den Frieden aufs Spiel. Die zunehmende Abschottung, das Erstarken des Nationalismus und die zwischenzeitlich salonfähig gewordene Fremdenfeindlichkeit gerade auf unserem Kontinent – Europa –  müssen entschieden entgegen getreten werden.

Was aber können wir, jede und jeder Einzelne von uns tun?

Friedfertigkeit beginnt bei jeder und jedem Einzelnen von uns. Ob man es nun Nächstenliebe oder Solidarität nennt – immer geht es darum, die Ich-Bezogenheit zu überwinden. Wenn wir den anderen als Person achten und ihm mit Respekt begegnen, dann tun wir etwas für den Frieden in unserem Umfeld.

Meine Damen und Herren, am Volkstrauertag trauern und gedenken wir als Gemeinschaft. Wir teilen die Trauer der Angehörigen und Hinterbliebenen aller Opfer, wir verständigen uns auf das, was uns wichtig ist. Von unserem Volkstrauertag sollen auch Hoffnungen ausgehen: Hoffnungen auf Menschlichkeit und dauerhaften Frieden.

Und ich wünsche uns, dass der Volkstrauertag zu einem Volksfriedenstag wird.

 

LKW-Verkehrskonzept für Eving

Einstimmig fordern die Lokalpolitiker von der Stadt ein Konzept, das vor allem die Belastungen auf der Evinger- und Kemminghauser Straße verringert.

Ein Lkw-Verkehrskonzept für Eving soll kommen. Dies wurde von der Bezirksvertretung jetzt einstimmig beschlossen. Lärm, Abgase und Unfallgefahren aufgrund des zunehmenden Lkw-Verkehrs auf der Evinger- und der Kemminghauser Straße sind für die Lokalpolitiker Gründe genug, nach verträglicheren Lösungen zu suchen.

Bezirksbürgermeister Oliver Stens forderte Klarheit über die Stickoxid-Belastung auf der Evinger Straße. „Die Messstation an der Evinger Straße 191 steht schon seit Jahren nicht mehr. Sie steht am Naturkundemuseum und es wird wie 2016 eine Grenzwertüberschreitung an 36 Tagen ausgewiesen.“ Stens fragt sich, ob der Grenzwert an der Evinger Straße nicht inzwischen viel häufiger überschritten wird.
„Es muss dringend etwas passieren, weil Logistik-Unternehmen uns umzingeln und der Lkw-Verkehr teilweise um 67 Prozent auf der Evinger- und Kemminghauser Straße zugenommen hat“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Hammacher.

Bombenfund in Eving

Bezirksbürgermeister Oliver Stens unterstützt Anwohner bis in die Nacht

Bombenfund in Eving

Ein 500-Kilo-Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstagnachmittag am Wesselingweg in Eving entdeckt worden. Dieser musste noch am selben Tag durch Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärft werden. Dafür mussten die Anwohner evakuiert werden. Unser Bezirksbürgermeister Oliver Stens war von 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr Nachts in der Evakuierungsstelle vor Ort, um den überwiegend älteren Menschen beizustehen.
Das ist gelebte Bürgernähe, dafür gebührt  ihm unser Dank.

Betroffen von einer Evakuierung waren ca. 3500 Anwohner in einem Radius von 500 Metern um den Bombenfundort. Die Evakuierung des Sperrgebiets hatte sich über insgesamt sechs Stunden hingezogen. Mehr als 320 Menschen waren in der Evakuierungsstelle in der Osterfeld-Grundschule untergekommen. 39 Krankentransporte mussten organisiert werden, bevor die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zur Tat schreiten konnten. Erst nach der Entschärfung gegen 1:45 Uhr konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurück.

 

SPD will Parkplatz an der Wittichstraße

„Viele Jogger und Spaziergänger nutzen Waldeingang“


RN-Foto Schröter

Die Sozialdemokraten Peter Wieseler, Gisela Weiler, Uli Dettmann, Gaby Hammacher, Juliane Köstler und Doris Giebel setzen sich für einen Parkplatz an der Wittichstraße ein.

Von Andreas Schröter Brechten. Einen Parkplatz für den Eingang zum Grävingholz-Wald an der Wittichstraße – das wünscht sich die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving.

Wie berichtet, hatte die Fraktion dazu auch einen Antrag in die Juli-Sitzung der Bezirksvertetung eingebracht, der letztlich die Mehrheit fand.

Parkplätze fallen weg
Im Zuge der Neugestaltung der Wittichstraße mit Rad- und Fußweg, so führte Sprecherin Gaby Hammacher bei einem Ortstermin in dieser Woche aus, fallen wichtige Parkplätze für Waldnutzer weg. Der Eingang werde von vielen Bürger aus Holthausen für einen Spaziergang mit dem Hund oder auch für eine Joggingrunde genutzt, führt die Brechtenerin Doris Giebel aus.

Ein Platz für 10 bis 15 Autos sei Wunsch der SPD, so der SPD-Stadtbezirks-Vorsitzende Uli Dettmann. Am besten sei es natürlich, wenn dieser Platz möglichst in der Nähe des Waldeingangs gebaut würde – also zwischen
Nelly-Sachs-Straße und Selma-Lagerlöf-Straße, aber auf der Straßenseite, die dem Wald gegenüberliegt, damit nichts vom Wald selbst verlorengeht. Für die Straßenseite direkt am Wald lehnen die Genossen einen Fuß- und Radweg ab.

CDU-Antrag abgelehnt
Die SPD war – auch in dieser Zeitung – dafür kritisiert worden, dass sie einen ähnlich lautenden Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt hatte, beziehungsweise, dass sie sich nicht zu einem gemeinsamen Antrag mit der CDU durchringen konnte. Dazu sagt Hammacher nun: „Die CDU wollte das Parken zwischen den Bäumen auf dem Randstreifen erlauben. Das wollen wir nicht.“ Zum einen werde dadurch der Randstreifen in Mitleidenschaft gezogen, zum anderen würden Radfahrer und Fußgänger dann durch parkende Autos gestört, da nicht genügend Platz für parkende Autos,  Fußgänger und Radfahrer sei.

SPD rettet Ginko-Bäume

Freiwillige Feuerwehr gießt Ginkgo-Bäume

Ein Bericht in den Ruhrnachrichten hatte unmittelbare Folge für den Grünen Platz im Evinger Zentrum.

Foto SchaperMittwoch

Die Freiwillige Feuerwehr wässerte die Ginkgo-Bäume auf dem Grünen Platz. SPD-Sprecherin Gaby Hammacher und Bezirksbürgermeister Oliver Stens (v.l.) freut‘s.

Am Dienstag stand in den Ruhrnachrichten, dass die frisch gepflanzten Ginkgo-Bäumeauf dem Grünen Platz in Eving nach der Hitzewelle dringend Wasser brauchen.

Noch am selben Tag ging bei Bezirksbürgermeister Oliver Stens das Telefon. Der Leiter des Löschzugs 25 der Freiwilligen Feuerwehr Eving/Brechten, Manfred Schlüter, war am Apparat und schlug vor, die Bäume noch am selben Abend zu wässern.

Stens war begeistert, und so rückte am Dienstagabend die Feuerwehr in der Evinger Mitte an. Viele Bürger dachten offenbar, es brennt – und erfuhren bei dieser Gelegenheit, dass die Feuerwehr neben der Brandbekämpfung auch andere Aufgaben hat.

Jeder der etwa 15 Bäume erhielt rund 80 Liter Wasser. Für einige wenige allerdings kam die Hilfe zu spät. Sie sind wohl verdorrt. Viele Anwohner beobachteten die Aktion und lobten das Engagement der Feuerwehr.

Quelle Ruhrnachrichten 9.9.2018

Ein Evinger Paradies mit kleinen Schönheitsfehlern

Mitglieder der Evinger SPD ärgern sich über den teils verwahrlosten Zustand der Grünanlage An den Teichen. Wie immer hat der Mensch selbst einen großen Anteil daran.

Foto: Uli Dettmann

Die SPD-Bezirksvertreter Gabriele Hammacher und Peter Wieseler bemängeln die Verunreinigung der Grünanlage An den Teichen. Dort sind unter anderem Schilder beschmutzt. Zudem gibt es dort zahlreiche Kanada- und Nilgänse, die die Anlage beschmutzen.

Von Michael Schuh Eigentlich ist sie ja ein Paradies inmitten Evings, die Grünanlage An den Teichen. Ein Park mit einem See, auf dem Gänse und Enten schwimmen, mit alten Bäumen und Wiesen zum Ausspannen. Doch selbst das vermeintliche Paradies ist nicht perfekt. Das meint zumindest die Evinger SPD, die bereits im März in der Bezirksvertretungssitzung die Verwaltung gebeten hatte, die doch arg verschmutzten Hinweistafeln in der Grünanlage zu reinigen oder zu erneuern. Passiert ist bislang nichts – aber das ist keineswegs der einzige Kritikpunkt der Sozialdemokraten.

Verschmierte Schilder
Vor über einem Monat unternahmen die SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV, Gabriele Hammacher, und ihr Stellvertreter Peter Wieseler einen Spaziergang rund um den Teich. Sofort stach ihnen das nach wie vor völlig beschmierte Schild am Parkeingang ins Auge, doch das sei nicht alles gewesen, sagt Hammacher: „Die Anlage macht einen verwahrlosten Eindruck. Dieser desolate Zustand war uns nicht bewusst.“ Teilweise wären ihnen bei der ersten Begehung bereits überquellende Mülleimer ins Auge gestochen, erzählt die Fraktionsvorsitzende; eine Tatsache, die sich bei einem neuerlichen Rundgang in der vergangenen Woche bestätigte. Denn in einem Sommer wie diesem, in dem die Sonne von morgens bis abends ohne Unterlass vom Himmel strahlt, besuchen nun mal mehr Menschen den Park als bei schlechtem Wetter. Die Folge: Sie hinterlassen mehr Müll, sodass die dafür vorgesehenen Behälter schlichtweg nicht ausreichen. Für unschöne Hinterlassenschaften sorgen aber nicht nur menschliche, sondern auch tierische Besucher. In diesem Falle vor allem Kanada- und Nilgänse, die ursprünglich aus Nordamerika und Afrika stammen, sich aber längst in hiesigen Gefilden breitgemacht haben und offenbar besonderen Gefallen am Evinger Teich finden. Und das kann neben den Haufen, die die Vögel in Mengen auf Wiesen und Wegen hinterlassen, auch andere Probleme mit sich bringen. Denn der Kot belastet das Gewässer; außerdem fressen die Tiere Algen, die für die Reinheit des Wassers sorgen. Die Ausscheidungen sind also nicht nur ein optisches, sondern auch ein ökologisches Problem.

Verbote helfen nichts
Wie so oft, spielt auch in diesem Falle der Mensch eine nicht unwichtige Rolle. Obwohl Schilder in deutscher und türkischer Sprache auf ein Verbot hinweisen, würden Besucher die Tiere regelmäßig füttern, weiß Wieseler: „Teilweise werden ganze Brote in den Teich geschmissen.“ Diese Aussage bekräftigt beim Park-Rundgang eine gänzlich leere Toast-Verpackung. Doch es kommt noch schlimmer: In unmittelbarer Nähe des – übrigens mit zahlreichen Graffiti versehenen – Sitz-Pavillons wirft ein kleines Mädchen ein Brotstück nach dem anderen ins Wasser. Das Kind weiß vermutlich nicht, dass es gerade etwas Verbotenes tut; doch die erwachsene Frau, mit der das Mädchen gekommen ist, schaut beim Füttern lächelnd zu.

Und Wieseler beklagt einen weiteren Missstand, auch wenn der nicht direkt in der Grünanlage anzutreffen ist. „In der oberhalb verlaufenden Straße An den Teichen stehen regelmäßig abgemeldete Autos“, sagt der Sozialdemokrat. „Als wir das letzte Mal dort entlang gingen, waren es sage und schreibe fünf Stück.“

Bereits in früheren Zeiten gab es in Obereving einen Dorfteich, der aus einer Quelle gespeist wurde. Infolge des Kohleabbaus senkte sich das Gelände nach und nach ab und die Wasserfläche vergrößerte sich.

Wegen der Zerstörung des Zechenpumpwerks im Jahre 1943 lief die gesamte Senke voll und es entstand ein See.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Geländes mit Schutt aufgefüllt und der Teich ungefähr auf seine heutige Größe reduziert.

In den 1950er-Jahren entstand die Grünanlage rund um den Teich.

Grünanlage stammt aus den 50ern


Im Grunde wunderschön präsentiert sich in diesen Tagen die Grünanlage „An den Teichen.“ RN-FOTO

Die Mülleimer in der Grünanlage „An den Teichen“ reichen in einem heißen Sommer nicht aus. RN-FOTO

In den angrenzenden Straßen der Grünanlage stehen regelmäßig abgemeldete Autos. RN-FOTO

Trotz Übersichtlichkeit kein Blickkontakt möglich

Die SPD in Eving verzweifelt an den Antworten der Verwaltung:

Für Tempo 30 sei die Deutschen Straße zu übersichtlich, für Zebrastreifen nicht übersichtlich genug.

Und dann kommt noch Personalmangel hinzu.

Wie einst die Beatles: Während die Pilzköpfe so für ihr Album werben wollten, möchte die SPD auf die Gefahren im Verkehr hinweisen. RN-FOTO Schuh
Von Michael Schuh

Gut einsehbar oder unübersichtlich? So recht wissen die Evinger Sozialdemokraten nicht, was auf die Deutsche Straße zutrifft. Zumindest, wenn sie die Mitteilungen der Stadtverwaltung lesen. „Dort ist die Straße einmal zu kurvig und ein anderes Mal nicht kurvig genug“, sagt der SPD Vorsitzende Uli Dettmann.
„Ganz ehrlich: Ich fühle mich veräppelt.“
Denn in der Juli-Sitzung der Bezirksvertretung hatte die SPD-Fraktion die Einrichtung einer „Tempo-30-Zone“ auf der Deutschen Straße beantragt – und scheiterte damit.

„Die Straße ist dafür angeblich zu übersichtlich“, sagt die Fraktionsvorsitzende Gabriele Hammacher, die diese Verwaltungsentscheidung ebenso wenig nachvollziehen kann wie ihr Parteikollege Dettmann: „Uns stellt sich so langsam die Frage: Meinen wir überhaupt dieselbe Straße wie die Verwaltung?“

Viele Kinder unterwegs Im Bereich zwischen der Preußischen und der Kreuzung Lüdinghauser Straße/Osterfeldstraße sollte laut SPD nur noch Tempo 30 erlaubt sein, um vor allem Kindern, Jugendlichen und Senioren ein sicheres Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Denn gerade in Höhe der Badischen Straße würden viele Mädchen und Jungen über die Straße laufen, da sich auf der anderenSeite das Hallenbad, zwei Schulen, eine Kita, die Jugendfreizeitstätte und ein Park befänden.
Die Stadtverwaltung habe dies jedoch unter anderem mit Verweis auf das Vorbehaltsnetz der StadtDortmund abgelehnt, da auf Hauptstraßen grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelte. Von diesem Grundsatz, so erfuhren alle BV-Mitglieder, dürfe nur abgewichen werden, wenn eine Gefährdungslage vorliege oder beispielsweise Kurven dies erforderlich machten. Dies erkennt dieVerwaltung hier jedoch nicht – vielmehr sei die Fahrbahnführung übersichtlich. So schön, so gut.

Erstaunt zeigen sich die Genossen jedoch darüber, dass nicht einmal einen Monat zuvordie Eingabe der Jugendfreizeitstätte zur Errichtung eines Zebrastreifens an eben jener Stelle in Höhe derBadischen Straße vom Tiefbauamt ebenfalls negativ beschieden wurde. Damals hieß es im Schreiben der Verwaltung, für die Anlage von Fußgängerüberwegen „ist die frühzeitige Erkennbarkeit für denFahrzeugführer und eine ausreichende Sichtbeziehung zwischen Fußgänger und FahrzeugführerVoraussetzung.“ Doch das, so das Tiefbauamt, sei an besagter Stelle nicht möglich. Demnach ist die Fahrbahnführung einerseits also übersichtlich, ermöglicht Autofahrern andererseits aberkeinen ausreichenden Blickkontakt zu Fußgängern.

Und das bringt Uli Dettmann auf die Palme: „Ich möchte nicht in der Haut der Entscheidungsträger stecken, wenn ein Kind auf dem Weg zum Hallenbad zu Schaden kommt. Ich habe den Eindruck, man will an dieser Stelle gar nichts machen. Oder man sucht sich die Begründung aus, die gerade am besten passt.“„Und wenn man gar nicht mehr weiter weiß, heißt es, es sei nicht ausreichend Personal vorhanden“, bezieht sich der SPD-Vorsitzende auf einen weiteren Antrag seiner Partei in der Juli-Sitzung der BV.

Darin hatten die Sozialdemokraten gesicherte und barrierefreie Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen im Stadtbezirk Eving – genauer gesagt an der Grävingholzstraße, der Bergstraße sowie an der KreuzungDeutsche/Bayrische Straße – beantragt. Auch in diesem Fall kann Dettmann die Antwort der Verwaltungnicht nachvollziehen. Denn für die Einrichtung von Fußgängerüberwegen seien „fallbezogene, zeitlichaufwendige Einzelprüfungen“ erforderlich; aber, so das amtliche Schreiben weiter, „für eine pauschale Überprüfung des Stadtbezirks stehen keine personellen Kapazitäten zur Verfügung“.

Aufgeben wollen die Sozialdemokraten aber auf keinen Fall – vor allem, was die sichere Überquerung der Deutschen Straße in Höhe der Badischen Straße in unmittelbarer Nähe mehrer Einrichtungen für Kinderund Jugendliche betrifft. „Wir hätten auch keine Probleme, wenn hier eine Ampel installiert würde“, sagt Dettmann.Und das, obwohl nicht weit entfernt, an der Einmündung Preußische Straße, bereits eine Lichtanlage existiert? „Wenn es hart auf hart kommt sage ich: Man kann eher auf die dortige Ampel verzichten, diesich in der Nähe der Kirche befindet und in erster Linie sonntags genutzt wird“, so Dettmann. „Denn hier, nahe Hallenbad und Park, müssen jeden Tag viele Kinder und ältere Menschen über die Straße gehen.“Uli Dettmann»Ich habe den Eindruck, man will an dieser Stelle nichts machen.«

Hinweis für die Autofahrer
Wo die Badische auf die Deutsche Straße trifft und die meisten Kinder die Fahrbahn überqueren, befindet sich ein sogenanntes Dialog-Display. Ein Schriftzug unter dem Bild eines Mädchens zeigt den Autofahrern an, ob sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten oder zu schnell unterwegs sind. Von Anwohnern erfuhren die SPD-Mitglieder, dass viele Autofahrer das Display beachteten – allerdings nur in eine Richtung. „Denn in der anderen Richtung gibt es so etwas ja gar nicht“, sagt der ehemalige Bezirksbürgermeister Helmut Adden.