Neue SPD-Fraktionschefin rückt Straßenverkehr in den Fokus

Im Interview erläutern Gabi Hammacher und Bezirksbürgermeister Oliver Stens, welche Ziele sie bis Oktober 2020 verfolgen. Es gibt vieles zu verbessern – auch die Kommunikation mit der Verwaltung.

Gabi Hammacher, die neue Fraktionsvorsitzende der SPD in der BV, spielte sich im Interview auf der Evinger Fußballgolf-Anlage die Bälle mit Bezirksbürgermeister Oliver Stens zu.

In der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Eving tut sich was: Auf einer Klausurtagung wurden zunächst die Ziele für die Zukunft abgesteckt, auf einer Fraktionssitzung schließlich personelle Weichen gestellt. Gabi Hammacher wurde dabei zur neuen Fraktionsvorsitzenden bestimmt und löst somit Peter Räther ab. Der hat sich wenig später ganz aus der Fraktion zurückgezogen und wird nun von Hadi Kamisli ersetzt. Die Ruhr Nachrichten sprachen mit Gabi Hammacher (54), die seit 2011 den Sozialdemokraten angehört, und Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD) über die Ziele der Sozialdemokraten und die Gründe für die Veränderung.

Quelle: Michael Schuh - Ruhrnachrichten Dortmund

Warum kommt es mitten in der Legislaturperiode zu einem Wechsel an der Fraktionsspitze?

Oliver Stens: Das ist bei uns eine parlamentarische Gepflogenheit. Der Vorstand wird für die zweite Hälfte der Amtszeit bestätigt oder es wird – wenn jemand nicht mehr antritt – ein Nachfolger bestimmt. In der Fraktionssitzung hat Peter Räther bekanntgegeben, dass er nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidiert. Das hat er dann auch nicht getan; dass er später sein BV-Mandat niederlegt, damit hatte aber niemand gerechnet.

Und wie lauten die vorrangigen Ziele für die die Zeit bis zum Ende der Wahlperiode am 31. Oktober 2020?

Gabi Hammacher: Ein großes Anliegen ist die Versetzung des Bergarbeiter-Denkmals, das momentan auf dem Grünen Platz steht. Das wollen wir auf jeden Fall hinbekommen. Außerdem werden wir auf die Zunahme des LKW-Verkehrs reagieren – da lassen wir nicht locker. Wir warten nun erst einmal das Ergebnis der Verkehrszählung ab, die vor Ostern stattgefunden haben soll. Der LKW-Verkehr nimmt zu, aber die Infrastruktur wird nicht angepasst. Da muss etwas passieren.

Generell steht das Thema Verkehr weit oben auf Ihrer Agenda, oder?

Hammacher: Ja, wir wollen auch mehr verkehrsberuhigte Straßen und gesicherte Überwege, zum Beispiel in Teilbereichen der Grävingholzstraße, der Deutschen und der Bayrischen Straße. In der Bergstraße wollte die SPD Eving eine Tempobegrenzung auf 30 km/h, aber daraus wurde nichts, weil die Bergstraße dem Vorbehaltsnetz der Stadt Dortmund unterliegt. Damit geben wir uns nicht zufrieden, denn man kann den Verkehr auch bei Tempo 30 über eine Straße umleiten. Das funktioniert in anderen Städten längst.

Wo gibt es noch Handlungsbedarf?

Stens: Wir müssen den Ausbau der Offenen Ganztagsschule dem Bedarf anpassen, denn überall im Bezirk herrscht eine Unterversorgung. Die Bevölkerung wächst; vor allem, weil die Geburtenrate steigt. Und auch bei der Gesamtschule müssen wir am Ball bleiben. Beim sozialen Wohnungsbau fordern wir die Stadt auf, das Gesamtbild zu sehen: Die 25-Prozent-Quote und somit eine Durchmischung muss es überall geben. So wird die Kaufkraft gebunden. Hammacher: Die Vereine spielen für Kinder und Jugendliche ebenfalls eine große Rolle. Sie wollen wir unterstützen. Da sehen wir uns als Vorreiter. Denn in den Vereinen findet Integration statt – für alle Kinder. Ein Riesenanliegen ist zudem die Sauberkeit in unserem Bezirk. Der Dreck liegt an vielen Orten – und oft an geradezu abenteuerlichen Stellen. Es gibt jetzt zwar die Dreckpetze der EDG, aber nicht jeder Bürger hat Zugriff aufs Internet – gerade die älteren nicht. Wir hoffen trotzdem, dass möglichst viele Abfallsünder überführt werden.

Und wie können all diese Probleme gelöst werden?

Stens: Vor allem muss es eine bessere Kommunikation mit der Stadt geben. Sie muss intensiviert werden, da haken wir nach. Damit wir den Bürgern Rede und Antwort stehen können, wenn wir angesprochen werden. Denn das ist unsere Hauptaufgabe: vor Ort präsent und tätig zu sein.

Wie soll künftig die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien in der Bezirksvertretung aussehen?

Hammacher: Wir haben immer gesagt: Wenn gute Anträge von Mitgliedern der BV kommen, wird die SPD-Fraktion denen zustimmen.

Neuer Rasentraktor für den Verein Hundesport Dortmund-Eving

Am Samstag, den 14.04.2018 besuchten die Mitglieder der SPD Bezirksfraktion Gabi Hammacher, Peter Wieseler, Oliver Stens, sowie MdR Hendrik Berndsen und der Genosse Lothar Vollmerich den Hundesport Dortmund-Eving e.V. um sich den neuen, durch Mittel der Bezirksvertretung Eving angeschafften, Rasentraktor anzusehen.

Der alte Rasentraktor war kaputt und nicht mehr zu reparieren.

Nach einem Treffen mit Vorstandsmitgliedern des Vereins und Mitgliedern der SPD Bezirksfraktion wurden dann auf Betreiben der SPD Fraktion Gelder für die Neuanschaffung in den Haushalt der Bezirksvertretung Eving eingeplant, und in der Sitzung von der gesamten Bezirksvertretung Eving am 14.02.2018 beschlossen.

Die SPD Fraktion freut sich, dass in diesem Fall die Umsetzung des Beschlusses schnell und reibungslos funktionierte.

David Socha, der Vorsitzende des Hundesport Dortmund-Eving e.V. bedankt sich auf diesem Weg ganz herzlich bei der gesamten Bezirksvertretung für die Förderung.

Andere reden, wir handeln!

Unser Bezirksbürgermeister Oliver Stens griff zum Telefon – erste Arbeiten in maroden Sanitärräumen bereits erledigt!

Die Dortmunder Lokalpresse berichtete am 17.03.2018 in ihren Samstagsausgaben über unzumutbare Zustände in der Sporthalle Preußische Str.

Das hier Handlungsbedarf bestand war für uns sofort klar. Aber während andere noch redeten haben wir bereits gehandelt. So stellte die CDU in der Sitzung der Bezirksvertretung am 21.03.2018 einen „Dringlichkeitsantrag“, worin sie die Verwaltung auffordern wollte die Mängel zu beseitigen.

„Den dringenden Bedarf erkenne ich genauso und deshalb habe ich schon gehandelt“, erklärte unser Bezirksbürgermeister Oliver Stens den anwesenden Mitgliedern der Bezirksvertretung. „Ich habe nämlich rasch zum Telefon gegriffen und verschiedene Ämter angerufen, als ich von den Missständen erfahren habe“ – erläuterte Stens.

Und der Einsatz unseres Bezirksbürgermeisters war offensichtlich wirkungsvoll, denn die ersten Arbeiten waren bereits vor der BV Sitzung erledigt!

Das bestätigt auch ein Bericht der Stadtteilzeitung vom 23.03.18. Danach seien bereits am Montag (19.03.2018) mehrere Vertreter der Verwaltung vor Ort erschienen, um sich einerseits ein Bild und andererseits Fotos von den Sanitärräumen und Umkleidekabinen in der Sporthalle zu machen. Die Toilettendeckel seien inzwischen erneuert und eine Verstopfung bereits beseitigt worden. Zudem sei für zwei verrostete Heizkörper in den Toiletten bereits Ersatz bestellt worden. Weiter berichtete die Lokalzeitung, dass nun auch ein Feuerlöscher wieder an Ort und Stelle steht.

Wieder einmal hat sich gezeigt:

Sozialdemokraten packen da an, wo schnelles Handeln im Interesse der Menschen gefragt ist während andere noch reden!