Offener Brief an Thomas Trosse – Neugestaltung des „Evinger Marktplatzes“ und Zukunft der Kohlenkirmes

Sehr geehrter Herr Trosse,

mit großem Erstaunen, aber auch Unverständnis, haben wir Ihre Einlassungen zur Zukunft der Kohlenkirmes zur Kenntnis genommen. Sie zeichnen ein Bild, dass „mal wieder“ die Politiker über die Köpfe der Bürgerinnen Fakten schaffen. Dies ist falsch! Kaum ein anderes Projekt in Eving ist so lange im Gespräch und mit breiter Bürgerbeteiligung angegangen worden. Bereits im Mai 2016 hat der SPD Stadtbezirk Eving die Forderung nach einer Neugestaltung des Platzes auf den Weg gebracht. Dabei stand die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt (die Presse berichtete). Im Rahmen des Nordwärts- Projekts wurde es als Teilprojekt in die Liste der Maßnahmen aufgenommen. Am 24.5.18 wurde alle Bürgerinnen eingeladen ihre Ideen zur Neugestaltung des Platzes einzubringen (die Presse berichtete). Am 3.6.18 war das Nordwärts-Projekt bei „Wir in Eving“ mit einem Stand vertreten. Bürgerinnen konnten ihre Ideen und Vorbehalte unmittelbar einbringen. Qualifizierte Mitarbeiterinnen standen während der gesamten Veranstaltung bereit (die Presse berichtetet). Dort wurde auch noch einmal zu Ortsbegehungen am 6.6.18, sowie 9.6.18 eingeladen (die Presse berichtete). Im Dezember berichtete die Presse über die Ausschreibung des Ideenwettbewerbs. Wo waren Sie bei all den Möglichkeiten sich einzubringen? Weder der Gewerbeverein, noch Sie als Person waren dort präsent.

Bei der Präsentation der Siegerentwürfe am 15. Januar sind Sie erstmals als Kritiker in Erscheinung getreten und haben das Schicksal der Kohlenkirmes mit der Neugestaltung verknüpft. Aus unserer Sicht gibt es diese Zwangsläufigkeit nicht. Hier ist Kreativität gefragt, wo und in welcher Weise die Kohlenkirmes auch zukünftig durchgeführt werden kann. Schnellschüsse sind da nicht erforderlich, denn bis zur Realisierung werden sicherlich noch ein paar Jahre ins Land gehen.

Aber die Lebensqualität der Bürger*innen an 365 Tagen im Jahr darf nicht einem dreitägigen Event im August untergeordnet werden. Deshalb würden wir uns wünschen, dass diese Fragen sachlich und angemessen diskutiert und nicht zur „Schicksalsfrage“ hochstilisiert werden.

Der SPD Stadtbezirk ist zu einem solchen Dialog bereit!

Mit freundlichen Grüßen

Uli Dettmann
Vorsitzender

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