SPD rettet Ginko-Bäume

Freiwillige Feuerwehr gießt Ginkgo-Bäume

Ein Bericht in den Ruhrnachrichten hatte unmittelbare Folge für den Grünen Platz im Evinger Zentrum.

Foto SchaperMittwoch

Die Freiwillige Feuerwehr wässerte die Ginkgo-Bäume auf dem Grünen Platz. SPD-Sprecherin Gaby Hammacher und Bezirksbürgermeister Oliver Stens (v.l.) freut‘s.

Am Dienstag stand in den Ruhrnachrichten, dass die frisch gepflanzten Ginkgo-Bäumeauf dem Grünen Platz in Eving nach der Hitzewelle dringend Wasser brauchen.

Noch am selben Tag ging bei Bezirksbürgermeister Oliver Stens das Telefon. Der Leiter des Löschzugs 25 der Freiwilligen Feuerwehr Eving/Brechten, Manfred Schlüter, war am Apparat und schlug vor, die Bäume noch am selben Abend zu wässern.

Stens war begeistert, und so rückte am Dienstagabend die Feuerwehr in der Evinger Mitte an. Viele Bürger dachten offenbar, es brennt – und erfuhren bei dieser Gelegenheit, dass die Feuerwehr neben der Brandbekämpfung auch andere Aufgaben hat.

Jeder der etwa 15 Bäume erhielt rund 80 Liter Wasser. Für einige wenige allerdings kam die Hilfe zu spät. Sie sind wohl verdorrt. Viele Anwohner beobachteten die Aktion und lobten das Engagement der Feuerwehr.

Quelle Ruhrnachrichten 9.9.2018

Ein Evinger Paradies mit kleinen Schönheitsfehlern

Mitglieder der Evinger SPD ärgern sich über den teils verwahrlosten Zustand der Grünanlage An den Teichen. Wie immer hat der Mensch selbst einen großen Anteil daran.

Foto: Uli Dettmann

Die SPD-Bezirksvertreter Gabriele Hammacher und Peter Wieseler bemängeln die Verunreinigung der Grünanlage An den Teichen. Dort sind unter anderem Schilder beschmutzt. Zudem gibt es dort zahlreiche Kanada- und Nilgänse, die die Anlage beschmutzen.

Von Michael Schuh Eigentlich ist sie ja ein Paradies inmitten Evings, die Grünanlage An den Teichen. Ein Park mit einem See, auf dem Gänse und Enten schwimmen, mit alten Bäumen und Wiesen zum Ausspannen. Doch selbst das vermeintliche Paradies ist nicht perfekt. Das meint zumindest die Evinger SPD, die bereits im März in der Bezirksvertretungssitzung die Verwaltung gebeten hatte, die doch arg verschmutzten Hinweistafeln in der Grünanlage zu reinigen oder zu erneuern. Passiert ist bislang nichts – aber das ist keineswegs der einzige Kritikpunkt der Sozialdemokraten.

Verschmierte Schilder
Vor über einem Monat unternahmen die SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV, Gabriele Hammacher, und ihr Stellvertreter Peter Wieseler einen Spaziergang rund um den Teich. Sofort stach ihnen das nach wie vor völlig beschmierte Schild am Parkeingang ins Auge, doch das sei nicht alles gewesen, sagt Hammacher: „Die Anlage macht einen verwahrlosten Eindruck. Dieser desolate Zustand war uns nicht bewusst.“ Teilweise wären ihnen bei der ersten Begehung bereits überquellende Mülleimer ins Auge gestochen, erzählt die Fraktionsvorsitzende; eine Tatsache, die sich bei einem neuerlichen Rundgang in der vergangenen Woche bestätigte. Denn in einem Sommer wie diesem, in dem die Sonne von morgens bis abends ohne Unterlass vom Himmel strahlt, besuchen nun mal mehr Menschen den Park als bei schlechtem Wetter. Die Folge: Sie hinterlassen mehr Müll, sodass die dafür vorgesehenen Behälter schlichtweg nicht ausreichen. Für unschöne Hinterlassenschaften sorgen aber nicht nur menschliche, sondern auch tierische Besucher. In diesem Falle vor allem Kanada- und Nilgänse, die ursprünglich aus Nordamerika und Afrika stammen, sich aber längst in hiesigen Gefilden breitgemacht haben und offenbar besonderen Gefallen am Evinger Teich finden. Und das kann neben den Haufen, die die Vögel in Mengen auf Wiesen und Wegen hinterlassen, auch andere Probleme mit sich bringen. Denn der Kot belastet das Gewässer; außerdem fressen die Tiere Algen, die für die Reinheit des Wassers sorgen. Die Ausscheidungen sind also nicht nur ein optisches, sondern auch ein ökologisches Problem.

Verbote helfen nichts
Wie so oft, spielt auch in diesem Falle der Mensch eine nicht unwichtige Rolle. Obwohl Schilder in deutscher und türkischer Sprache auf ein Verbot hinweisen, würden Besucher die Tiere regelmäßig füttern, weiß Wieseler: „Teilweise werden ganze Brote in den Teich geschmissen.“ Diese Aussage bekräftigt beim Park-Rundgang eine gänzlich leere Toast-Verpackung. Doch es kommt noch schlimmer: In unmittelbarer Nähe des – übrigens mit zahlreichen Graffiti versehenen – Sitz-Pavillons wirft ein kleines Mädchen ein Brotstück nach dem anderen ins Wasser. Das Kind weiß vermutlich nicht, dass es gerade etwas Verbotenes tut; doch die erwachsene Frau, mit der das Mädchen gekommen ist, schaut beim Füttern lächelnd zu.

Und Wieseler beklagt einen weiteren Missstand, auch wenn der nicht direkt in der Grünanlage anzutreffen ist. „In der oberhalb verlaufenden Straße An den Teichen stehen regelmäßig abgemeldete Autos“, sagt der Sozialdemokrat. „Als wir das letzte Mal dort entlang gingen, waren es sage und schreibe fünf Stück.“

Bereits in früheren Zeiten gab es in Obereving einen Dorfteich, der aus einer Quelle gespeist wurde. Infolge des Kohleabbaus senkte sich das Gelände nach und nach ab und die Wasserfläche vergrößerte sich.

Wegen der Zerstörung des Zechenpumpwerks im Jahre 1943 lief die gesamte Senke voll und es entstand ein See.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Geländes mit Schutt aufgefüllt und der Teich ungefähr auf seine heutige Größe reduziert.

In den 1950er-Jahren entstand die Grünanlage rund um den Teich.

Grünanlage stammt aus den 50ern


Im Grunde wunderschön präsentiert sich in diesen Tagen die Grünanlage „An den Teichen.“ RN-FOTO

Die Mülleimer in der Grünanlage „An den Teichen“ reichen in einem heißen Sommer nicht aus. RN-FOTO

In den angrenzenden Straßen der Grünanlage stehen regelmäßig abgemeldete Autos. RN-FOTO

Trotz Übersichtlichkeit kein Blickkontakt möglich

Die SPD in Eving verzweifelt an den Antworten der Verwaltung:

Für Tempo 30 sei die Deutschen Straße zu übersichtlich, für Zebrastreifen nicht übersichtlich genug.

Und dann kommt noch Personalmangel hinzu.

Wie einst die Beatles: Während die Pilzköpfe so für ihr Album werben wollten, möchte die SPD auf die Gefahren im Verkehr hinweisen. RN-FOTO Schuh
Von Michael Schuh

Gut einsehbar oder unübersichtlich? So recht wissen die Evinger Sozialdemokraten nicht, was auf die Deutsche Straße zutrifft. Zumindest, wenn sie die Mitteilungen der Stadtverwaltung lesen. „Dort ist die Straße einmal zu kurvig und ein anderes Mal nicht kurvig genug“, sagt der SPD Vorsitzende Uli Dettmann.
„Ganz ehrlich: Ich fühle mich veräppelt.“
Denn in der Juli-Sitzung der Bezirksvertretung hatte die SPD-Fraktion die Einrichtung einer „Tempo-30-Zone“ auf der Deutschen Straße beantragt – und scheiterte damit.

„Die Straße ist dafür angeblich zu übersichtlich“, sagt die Fraktionsvorsitzende Gabriele Hammacher, die diese Verwaltungsentscheidung ebenso wenig nachvollziehen kann wie ihr Parteikollege Dettmann: „Uns stellt sich so langsam die Frage: Meinen wir überhaupt dieselbe Straße wie die Verwaltung?“

Viele Kinder unterwegs Im Bereich zwischen der Preußischen und der Kreuzung Lüdinghauser Straße/Osterfeldstraße sollte laut SPD nur noch Tempo 30 erlaubt sein, um vor allem Kindern, Jugendlichen und Senioren ein sicheres Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Denn gerade in Höhe der Badischen Straße würden viele Mädchen und Jungen über die Straße laufen, da sich auf der anderenSeite das Hallenbad, zwei Schulen, eine Kita, die Jugendfreizeitstätte und ein Park befänden.
Die Stadtverwaltung habe dies jedoch unter anderem mit Verweis auf das Vorbehaltsnetz der StadtDortmund abgelehnt, da auf Hauptstraßen grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelte. Von diesem Grundsatz, so erfuhren alle BV-Mitglieder, dürfe nur abgewichen werden, wenn eine Gefährdungslage vorliege oder beispielsweise Kurven dies erforderlich machten. Dies erkennt dieVerwaltung hier jedoch nicht – vielmehr sei die Fahrbahnführung übersichtlich. So schön, so gut.

Erstaunt zeigen sich die Genossen jedoch darüber, dass nicht einmal einen Monat zuvordie Eingabe der Jugendfreizeitstätte zur Errichtung eines Zebrastreifens an eben jener Stelle in Höhe derBadischen Straße vom Tiefbauamt ebenfalls negativ beschieden wurde. Damals hieß es im Schreiben der Verwaltung, für die Anlage von Fußgängerüberwegen „ist die frühzeitige Erkennbarkeit für denFahrzeugführer und eine ausreichende Sichtbeziehung zwischen Fußgänger und FahrzeugführerVoraussetzung.“ Doch das, so das Tiefbauamt, sei an besagter Stelle nicht möglich. Demnach ist die Fahrbahnführung einerseits also übersichtlich, ermöglicht Autofahrern andererseits aberkeinen ausreichenden Blickkontakt zu Fußgängern.

Und das bringt Uli Dettmann auf die Palme: „Ich möchte nicht in der Haut der Entscheidungsträger stecken, wenn ein Kind auf dem Weg zum Hallenbad zu Schaden kommt. Ich habe den Eindruck, man will an dieser Stelle gar nichts machen. Oder man sucht sich die Begründung aus, die gerade am besten passt.“„Und wenn man gar nicht mehr weiter weiß, heißt es, es sei nicht ausreichend Personal vorhanden“, bezieht sich der SPD-Vorsitzende auf einen weiteren Antrag seiner Partei in der Juli-Sitzung der BV.

Darin hatten die Sozialdemokraten gesicherte und barrierefreie Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen im Stadtbezirk Eving – genauer gesagt an der Grävingholzstraße, der Bergstraße sowie an der KreuzungDeutsche/Bayrische Straße – beantragt. Auch in diesem Fall kann Dettmann die Antwort der Verwaltungnicht nachvollziehen. Denn für die Einrichtung von Fußgängerüberwegen seien „fallbezogene, zeitlichaufwendige Einzelprüfungen“ erforderlich; aber, so das amtliche Schreiben weiter, „für eine pauschale Überprüfung des Stadtbezirks stehen keine personellen Kapazitäten zur Verfügung“.

Aufgeben wollen die Sozialdemokraten aber auf keinen Fall – vor allem, was die sichere Überquerung der Deutschen Straße in Höhe der Badischen Straße in unmittelbarer Nähe mehrer Einrichtungen für Kinderund Jugendliche betrifft. „Wir hätten auch keine Probleme, wenn hier eine Ampel installiert würde“, sagt Dettmann.Und das, obwohl nicht weit entfernt, an der Einmündung Preußische Straße, bereits eine Lichtanlage existiert? „Wenn es hart auf hart kommt sage ich: Man kann eher auf die dortige Ampel verzichten, diesich in der Nähe der Kirche befindet und in erster Linie sonntags genutzt wird“, so Dettmann. „Denn hier, nahe Hallenbad und Park, müssen jeden Tag viele Kinder und ältere Menschen über die Straße gehen.“Uli Dettmann»Ich habe den Eindruck, man will an dieser Stelle nichts machen.«

Hinweis für die Autofahrer
Wo die Badische auf die Deutsche Straße trifft und die meisten Kinder die Fahrbahn überqueren, befindet sich ein sogenanntes Dialog-Display. Ein Schriftzug unter dem Bild eines Mädchens zeigt den Autofahrern an, ob sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten oder zu schnell unterwegs sind. Von Anwohnern erfuhren die SPD-Mitglieder, dass viele Autofahrer das Display beachteten – allerdings nur in eine Richtung. „Denn in der anderen Richtung gibt es so etwas ja gar nicht“, sagt der ehemalige Bezirksbürgermeister Helmut Adden.

Ampel soll ausgeschaltet bleiben

Aufgrund eines Blitzeinschlags ist die Ampel an der Innsbruckstraße seit zwei Jahren außer Betrieb. Die SPD findet, dass der Verkehr seither viel besser läuft … und erhält Zuspruch von Experten.

Peter Wieseler, Ulrich Dettmann, Gabriele Hammacher und Doris Giebel (v.l.) möchten, dass die Ampel ausgeschaltet bleibt.
RN-Fotos (2) Schuh, von Michael Schuh

Im September 2016 schlug ein Blitz in ein Stellwerk der Stadtwerke (DSW21) ein, wodurch die Ampelanlage Schulte-Rödding in Mitleidenschaft gezogen und die Kreuzung Bayrische/Derner Straße teilweise gesperrt wurde. Während im eigentlichen Kreuzungsbereich seither ein Lichtanlagen-Provisorium den Verkehr regelt, versagt die Ampel vor der Einmündung Innsbruckstraße, also nur einen Steinwurf vor der Kreuzung an der Bayrischen Straße gelegen, seitdem ihren Dienst. Was sich zunächst negativ anhört, kommt den Evinger Sozialdemokraten sehr entgegen: Sie plädieren dafür, dass diese Ampel nicht mehr in Betrieb genommen wird.

„Wir befürchten, dass die Arbeiten an der Anlage bald beendet sind und dann der Urzustand wieder hergestellt wird“, sagt Gabriele Hammacher, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Eving. Doch das sei nicht im Sinne der SPD – und könne auch nicht im Sinne der anderen Verkehrsteilnehmer sein. „Denn wenn die Ampel an der Kreuzung vor dem Blitzeinschlag Rot zeigte, dann gleichzeitig auch an der Innsbruckstraße“, erinnert sich Hammacher an den einstigen Zustand. „So kam es manchmal vor, dass kein einziges Auto an der eigentlichen Kreuzung stand, weil alle PKW bereits vor der Einmündung in die Innsbruckstraße warten mussten.“
Das wiederum habe dazu geführt, dass viele Autofahrer, die eigentlich in die Innsbruckstraße abbiegen wollten, um so auf den dortigen Park&Ride-Parkplatz zu gelangen, völlig unnötig warteten, sagt der Evinger SPD-Vorsitzende Ulrich Dettmann: „Vor allem bei BVB-Spielen bildeten sich lange Schlangen an dieser Vorampel. Die Leute sahen die Bahn, mit der sie eigentlich zum Stadion fahren wollten, konnten sie aber nicht erreichen, weil die Ampel sie ja am zügigen Einbiegen in die Innsbruckstraße und somit auf den Parkplatz hinderte. Völlig überflüssig.“

Für alle Autos und vor allem Busse, die aus Richtung Derne kommend nach links in die Innsbrucker Straße abbiegen wollten, sei das seinerzeit gut gemeint gewesen, befindet Dettmann, „aber eben nicht gut gemacht. Die Situation erinnerte mich damals ein bisschen an den Pfadfinder, der eine alte Dame über die Straße führt, obwohl sie eigentlich gar nicht auf die andere Seite will.“

Deshalb fordert die SPD, die Ampel vor der Innsbruckstraße auch nach der Instandsetzung der Ampelanlage an der Kreuzung Bayrische/Derner Straße weiterhin abgeschaltet zu lassen. „Denn in den vergangenen zwei Jahren hat sich gezeigt, dass aus Derne kommende PKW auch so problemlos in die Innsbruckstraße abbiegen können.“ Sollte das aus technischen Gründen nicht möglich sein, müsse zumindest ein grüner Pfeil für die Abbieger zum Park&Ride-Parkplatz installiert werden. „Aber das“, so Dettmann, „ist nur die B-Lösung.“
Doch dazu muss es nicht kommen, findet auch die DSW21. „Wir hatten nun genug Zeit, um mit der derzeitigen Ersatz-Ampelschaltung unsere Erfahrungen zu sammeln“, sagt Unternehmens-Sprecher Marc Wiegand auf Anfrage. Für den Busverkehr habe sich die derzeitige Situation, also das Fehlen der VorAmpel, als akzeptable Lösung herausgestellt: „Demnach ist die Rückkehr zur ursprünglichen VorAmpelschaltung aus unserer Sicht nicht notwendig.“
Verbesserung…  sehr wohl möglich.

Die SPD hatte in der vergangenen BV-Sitzung beantragt, die Ampelanlage im jetzigen Schaltrhythmus zu belassen.
Denn trotz Aussage der Stadt in der Vergangenheit, eine Optimierung der Ampelschaltung sei nicht möglich, sei eine verbesserte Verkehrsführung – so die SPD – „sehr wohl möglich.“ Die BV votierte einstimmig für den Antrag.

Da die dortige Ampel derzeit funktionslos ist, bilden sich keine Staus vor der Innsbruckstraße.

 

Gold-Jubilare der SPD Körne geehrt

Ulrich Dettmann (l.) Vorsitzender des SPD-Stadtbezirks Eving, hielt in der Gartenanlage „Frohes Schaffen“ die Laudatio für die Jubilare des SPD-Ortsvereins Körne (v.l.n.r.): Siegfried Schmidt und Jürgen Reimer. Rechts im Bild Körnes SPD-Ortsvereinsvorsitzender Heinz-Dieter Düdder, in der hinteren Reihe die SPD-Vorstandsmitglieder Michael Leimenmeier, Christina Alexandrowiz und Patrick Scharf.

(Foto: Günther Schmitz)
Quelle: www.lokalkompass.de

Beschluss des Beirats der Dortmunder SPD vom 03. Juli 2018

SPD Dortmund lehnt „Transitzentren“ ab
Nur ein menschliches Europa ist ein starkes Europa

In den letzten Tagen mussten wir ein unwürdiges Schauspiel erleben, das die komplette Unprofessionalität der Unionsparteien offenbart hat. Die Kanzlerin stand hilflos neben einem Innenminister, der erst mit Rücktritt drohte, um im nächsten Moment klarzustellen, dass er sich nicht von einer Kanzlerin entlassen lasse, die nur wegen ihm Kanzlerin sei. Die gesamte Republik wurde für den bayrischen Landtagswahlkampf in Geiselhaft genommen.

Gestern Abend dann ist die CDU eingeknickt und im Unionsstreit auf die von der CSU geforderten sogenannten „Transitzentren“, also Lager für Geflüchtete, eingegangen. Diese „Zentren“ sind nicht nur rechtlich umstritten, sondern vor allem inhuman. Zudem sind sie nicht Teil des Koalitionsvertrags.

Die SPD Dortmund lehnt die Einrichtung von „Transitzentren“ ab.
Mit uns als Koalitionspartner darf es derartige Lager nicht geben.
Daher fordern wir unsere Partei auf, diesem faulen Kompromiss der Unionsparteien, der einzig zur Befriedigung der CSU dient, nicht zuzustimmen.
Wir erwarten von CDU und CSU, dass sie sich an den Koalitionsvertrag halten, der „Transitzentren“ nicht beinhaltet.

Das Grundrecht auf Asyl ist für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht verhandelbar. Im Sinne dieses Grundrechts fordern wir unsere europäischen Partner auf, mehr Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen die Freizügigkeit erhalten – nationale Alleingänge darf es nicht geben.

Darüber hinaus ist für uns klar, dass Deutschland ein modernes Einwanderungsgesetz braucht. Dies wird aber seit Jahren von den Unionsparteien blockiert.

Nachtrag zur Sitzung der Bezirksvertretung am 4. Juli 2018

Einhaltung der Beratungsreihenfolge bei Vorlagen, die den Stadtbezirk Eving betreffen

 Die Bezirksvertretung Eving bittet den Oberbürgermeister bei der Verwaltung darauf hinzuwirken, dass bei Vorlagen die den Stadtbezirk Eving betreffen, die Beratungsreihenfolge zukünftig eingehalten wird.

Begründung:
Leider kommt es immer wieder – jetzt aktuell zu unseren Sitzungen am 21.03.2018 und am 09.05.2018 vor, dass uns Vorlagen erst nach oder zeitgleich mit der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen erreichen.

Da wir dadurch in wichtigen Belangen kein Gehör finden, ist es dringend angezeigt die Beratungsfolge korrekt durchzuführen.

Anträge für die Sitzung der Bezirksvertretung am 4. Juli 2018

1. Gesicherte und barrierefreie Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, auf folgenden Straßen im Stadtbezirk

Grävingholzstraße
Bergstraße
Deutsche Straße / Bayrische Straße

gesicherte und barrierefreie Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen an geeigneten Stellen einzurichten.

Begründung:
Die o. g. Straßen sind stark befahren und nicht verkehrsberuhigt. Fußgänger müssen in der Regel sehr weite Wege zu den vorhandenen Ampeln zurücklegen.
Im Sinne der schwächsten Verkehrsteilnehmer- wie Schulkinder und Senioren – ist es daher dringend angezeigt mehr gesicherte Überwege an geeigneten Stellen zu schaffen.
Wir sehen, dass dies in anderen Stadtbezirken längst realisiert wurde (wie z. B. im Stadtbezirk Scharnhorst in den Straßen „Buschei“, „Droote“ und „Gleiwitzstraße“).

 

2. Tempo 30 Deutsche Straße (von der Preußischen Straße bis zur Kreuzung Lüdinghauser Straße / Osterfeldstraße)

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 auf der Deutschen Straße – beginnend ab Ecke Preußische Straße bis zur Kreuzung Lüdinghauser Straße / Osterfeldstraße – durch geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Begründung:
Die Deutsche Straße zeichnet sich ab Ecke Preußische Straße bis zum Kreuzungsbereich Lüdinghauser Straße / Osterfeldstraße durch einen kurvenreichen Verlauf aus. Gerade deshalb kommt es bei einer Geschwindigkeit von bislang 50 km/h, besonders im Bereich Ecke Württemberger Straße zu gefährlichen Situationen, da die dort querenden Personen den gegenüberliegenden Park, das Hallenbad, die Jugendfreizeitstätte und die im September 2017 eröffnete AWO Kita erreichen wollen.

 

3. Verbesserung der ÖPNV-Anbindung Brechtener Heide

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, sich bei der DSW 21 dafür einzusetzen, dass die Taktung der Nahverkehrsanbindung der Brechtener Heide den, durch die zusätzliche Wohnbebauung geänderten Gegebenheiten, angepasst bzw. verbessert wird und Nahverkehrsanbindungen auch an Sonntagen eingerichtet werden.

Begründung:
Zurzeit ist die Brechtener Heide über die Nelly-Sachs-Straße an das ÖPNV-Netz mit der Buslinie 414 angebunden. Die Linie 414 fährt Mo.-Sa. von 07.00-20.00 Uhr lediglich stündlich in Richtung Brechten-Zentrum. Sonntags findet kein Verkehr statt.
Mit der Ansiedlung des Seniorenheimes, eines weiteren Kindergartens und dem Bau von weiteren Wohneinheiten steigt der Bedarf weiter an.
Daher ist es dringend erforderlich für eine verbesserte Verkehrsanbindung – auch sonntags- zu sorgen.

 

4. Anstrich der Eingangsgebäude, Wegesanierung an der Trauerhalle, sowie mobile Außensprechanlage für den Friedhof Kemminghausen

Die Bezirksvertretung stellt der Friedhofsverwaltung 15.000 Euro aus den Haushaltsmitteln aus 2017 (Pflege und Verbesserung des Ortsbildes) zur Verfügung, um folgende Maßnahmen auf dem Friedhof Kemminghausen umzusetzen:

Anstrich der Eingangsgebäude
Wegesanierung im unmittelbarem Trauerhallenbereich mit Niveauausgleich
eine mobile Außensprechanlage

Begründung:
Die Friedhöfe Dortmund haben in diesem Jahr umfangreiche Wegebauarbeiten im Eingangsbereich des Friedhofs Kemminghausen ausgeführt. Ein Teil der Baukosten wurde mit Mitteln der Bezirksvertretung Eving beglichen. Um das Gesamtbild des Zugangs noch weiter zu verbessern, wäre es sinnvoll, wenn die Eingangsgebäude einen neuen Anstrich bekämen und die im unmittelbaren Trauerhallenbereich verarbeiteten Betonplatten ausgetauscht würden. Um die Stolperfalle am Seiteneingang zur Trauerhalle zu beseitigen, müsste auch das Niveau angeglichen werden.

 

5. Glasfasernetz Brechten / Holthausen

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, durch die Dokom 21 prüfen zu lassen, ob die Möglichkeit besteht, das Glasfasernetz im Rahmen des dritten Bauabschnittes und Endausbau der Wittichstraße weiterzuführen, um damit dem Ortsteil Holthausen einen verbesserten Zugang zu gewährleisten.

Begründung:
Im Rahmen der weiteren Erschließung des 3. Bauabschnittes der Brechtener Heide und des Endausbaus der Wittichstraße sollte das Glasfasernetz der Dokom 21 weitergeführt werden, damit der Ortsteil Holthausen im Rahmen der Digitalisierung einen verbesserten Zugang erhält.

 

6. „Wanderparkplatz“ Wittichstraße

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, einen „Wanderparkplatz“ auf der nördlichen Seite der Wittichstraße zwischen der Nelly-Sachs-Straße und der Selma-Lagerlöf-Straße anzulegen.

Begründung:
In der Vergangenheit gab es gegenüber des Waldeingangs Grävingholz eine Parkfläche für ca. 10 PKW.
Diese wurde durch Spaziergänger, Wanderer und Jogger etc. intensiv genutzt.
In der jetzigen Planung ist keine Stellfläche mehr vorgesehen.
Dies sollte geändert werden, da sonst der Parkverkehr in die Nebenstraßen oder Bankette verschoben wird.

 

7. Ampelschaltung Schulte-Rödding

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, die zurzeit bestehende Ersatz-Ampelschaltung – ohne Schaltung der sogenannten Vor-Ampel-  im Kreuzungsbereich Bayrische Straße/Schulte-Rödding nach Beendigung der Bautätigkeiten, in diesem Schaltrhythmus zu belassen.

Begründung:
Durch die Ersatzschaltung an dem o. g. Verkehrsknotenpunkt hat sich gezeigt, dass die Regelung der jetzigen Ampelschaltung ohne die Vorampelschaltung an dieser Stelle zu einer reibungsloseren Verkehrsführung beiträgt. Eine Optimierung der Ampelschaltung in diesem Bereich war in der Vergangenheit laut Aussage der Stadt Dortmund nicht möglich. Durch die Taktung der Ersatzampel und die Abschaltung der Vorampel zeigt sich aber, das eine verbesserte Verkehrsführung sehr wohl möglich ist.

 

8. Bürgersteig auf der südlichen Seite der Wittichstraße

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, die Planung eines Bürgersteiges auf der südlichen Seite der Wittichstraße aus Naturschutzgründen einzustellen.

Begründung:
Die Neuanlage dieses Bürgersteiges greift massiv in das Naturschutzgebiet Grävingholz ein. Es muss eine Anschüttung angelegt werden, so dass die Baumgrenze zurückweichen muss.
Aus unserer Sicht ist die Anlage dieses Bürgersteiges nicht erforderlich.

 

9. Zebrastreifen am Fußgängerüberweg Schiffhorst 219 a

Die Bezirksvertretung Eving bittet die Verwaltung, den Fußgängerüberweg Schiffhorst 219 a mit einem Zebrastreifen nachzurüsten.

Begründung:
Uns liegen Bürgerbeschwerden vor, dass es an diesem Fußgängerüberweg zu gefährlichen Situationen für Fußgänger kommt, da ankommende Fahrzeuge eher beschleunigen, um dieses „Hindernis für Autofahrer“ zügig passieren zu können.
Dieser Überweg wird sowohl von Grundschülern, Kindern und Jugendlichen vom Sportverein TV Brechten, sowie Kunden des neuen Lebensmittelmarktes genutzt, die in der Regel nicht ca. 200 m zur nächstgelegenen Ampel gehen, um dann 200 m auf der anderen Straßenseite wieder zurückzugehen.
Dafür wurde dieser Überweg bestimmt nicht angelegt.
Außerdem hat der Straßenverkehr durch das Neubaugebiet Brechtener Heide deutlich zugenommen.
Wir sehen daher dringenden Verbesserungsbedarf.

„nordwärts“ beteiligt Evinger Bürger an der Umgestaltung des alten Evinger Marktplatzes

Der Platz soll nun attraktiver werden. Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und die Koordinierungsstelle „nordwärts“ führen deshalb einen städtebaulichen Ideen-Wettbewerb durch. Alle Bürger können sich daran beteiligen.

Verschiedenen Beteiligungsverfahren im Rahmen des „nordwärts“-Projektes haben gezeigt, dass die Gestaltung des alten Evinger Marktplatzes bei vielen Evingern eine Herzensangelegenheit ist.

Unter der Projektnummer 864 und dem Titel „Attraktivitätssteigerung der öffentlichen Plätze“ hat der Rat der Stadt Dortmund unter anderem dem alten Evinger Marktplatz den Status eines „nordwärts“-Teilprojekts gegeben. Gleichzeitig hat die Verlegung des Wochenmarkts zusätzlichen Bedarf nach Belebung und Nutzung des Platzes erzeugt.

Der Platz soll nun attraktiver werden. Deshalb führt die Stadt Dortmund, vertreten durch das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sowie die Koordinierungsstelle „nordwärts“, einen städtebaulichen Ideen-Wettbewerb durch. Dazu benötigen die Stadt die Unterstützung der Evinger, denn diese kennen Ihren Stadtteil am besten.

Ideen können Bürger den städtischen Mitarbeitern direkt beim Stadtteilfest „Wir in Eving“ zukommen lassen oder in den Briefkasten der Bezirksverwaltungsstelle Eving (August-Wagner-Platz 2-4) einwerfen. Alternativ ist auch die Kontaktaufnahme via nordwaerts@stadtdo.demöglich.